Ich habe schon als Kind Bücher geschrieben; die sind allerdings nie fertig geworden.
Dann bin ich Lehrerin geworden und habe aufs Bücherschreiben vergessen.
Erst als meine Schwester Tizia damit begonnen hat, Kinderbücher zu illustrieren, ist es mir wieder eingefallen. Das heißt, eingefallen ist mir zuerst gar nichts. Weil es doch sowieso schon zu jedem Thema der Welt unzählige Bücher gibt!
Aber dann hatte ich eines Tages doch eine Idee, habe sie aufgeschrieben und an ganz viele Verlage geschickt. Kurz darauf ist mir dann eine viel bessere Geschichte eingefallen, ich habe sie aufgeschrieben und weggeschickt, und so ist es dann weitergegangen ...
Zum Glück haben sich sehr schnell zwei Verlage gemeldet, die sich für meine Geschichten interessiert haben.
Seitdem schreibe ich also, und je mehr ich schreibe, desto mehr fällt mir ein.

 


Wirklich völlig neue Sachen kann ich mir nur unter äußerster Anstrengung ausdenken. Deshalb nehme ich einfach lauter Dinge, die ich gut kenne und mische sie neu zusammen.
Ich schreibe also über unpünktliche, unordentliche, vergessliche Buben, die ständig ihre Bälle durch die Wohnung werfen und ihre genervten großen Schwestern. Manchmal drehe ich es auch um und schreibe über brave Buben und freche Mädchen.
Außerdem schreibe ich gerne über zottige Hunde, eigensinnige Katzen und Ratten, die ausbrechen, über Kopfläuse und Warzen, über langweilige Sonntagsausflüge und schreckliche Handarbeitsstunden, über Kinder, die nicht lesen wollen und andere, die nicht lesen dürfen ...

 

Naja, nicht so riesigen Spaß, wie man vielleicht glaubt. Es ist natürlich toll, wenn man eine gute Idee hat und sich an den Computer setzt, um sie aufzuschreiben. Aber dann kommt ziemlich schnell der Punkt, wo man nicht mehr weiter weiß, und dann wird aus dem Spaß ziemlich anstrengende Arbeit.
Der schönste Augenblick beim Schreiben ist es, wenn man mit einer Geschichte fertig ist. Und der zweitschönste, wenn das Paket mit dem neuen Buch kommt. Das ist dann wirklich toll!

 

Normalerweise schreibe ich sehr schnell. Ich schreibe ein paar Tage, bis ich nicht mehr weiter weiß. Dann lasse ich die Geschichte ein paar Wochen liegen. Wenn ich sie mir danach durchlese, fällt mir meistens wieder etwas ein, und dann schreibe ich noch einmal ein paar Tage.
Aber im Moment arbeite ich an einem längeren Buch, und das dauert natürlich viel länger. Leider, denn ich bin ein ziemlich ungeduldiger Mensch und wäre schon gern fertig!

 

Das ist meine Tochter Kai. Die schaut mir immer wieder einmal über die Schulter, wenn ich schreibe und sagt mir, was sie gut findet und was nicht. Außerdem habe ich eine Freundin, die manchmal meine Anfänge liest und dann mit mir überlegt, wie es weitergehen kann.
Wenn die Geschichte fertig ist, bekommen sie meine Eltern, meine Schwestern, meine Neffen und meine Nichten. Und wenn die alle einverstanden sind, schicke ich sie ab.

 

Meine Tochter Kai ist 1990 geboren. Sie ist also gar kein Kind mehr. Sie hat tolle Locken, die ich schon gut für meine Geschichten brauchen konnte und liebt Pferde. Ich werde also vielleicht doch bald einmal ein Pferdebuch schreiben müssen.
Mein Sohn Konstantin ist zwei Jahre jünger als sie und spielt dauernd Basketball. Wenn er nicht Basketball spielt, spielt er Fußball, Handball oder Diabolo. Er ist eine Mischung aus Vossi aus „Vossi vergisst sich“ und Basti aus „Basti bleibt am Ball“.

 

 

nach oben

 

nach oben